Willkommen im Hauskreis

Hauskreise sind Gruppen innerhalb einer Gemeinde von etwa 8 – 12 Personen, die sich meist in Privatwohnungen treffen. Da kommen Menschen zusammen, um gemeinsam Bibel zu lesen, über Lebens- und Glaubensfragen zu reden, zu beten, füreinander und für andere da zu sein. Hauskreise schaffen Freiräume, um eigene Gaben zu entdecken und konkrete Aufgaben anzupacken. Ihre Leitung ist meist ehrenamtlich. Hauskreise sind eine alte und bis heute aktuelle Form von Kirche. Schon die ersten Christen haben sich neben den gemeinsamen Gottesdiensten auch in Häusern getroffen, um ihren Glauben zu leben. Das kommt damals wie heute vielen entgegen. Denn in diesen kleinen Kraftzellen der Gemeinde ist es oft leichter, auf die persönlichen Fragen und Interessen Einzelner einzugehen und Sie sind damit aktiver am Geschehen in der Gemeinde dran. Hauskreise gelten als Orte, an denen Zweifel ausgesprochen werden dürfen und an denen persönliche Glaubenserfahrungen zur Sprache kommen können.

Vielleicht fragen Sie sich: Welcher Hauskreis könnte für mich passen und lässt er sich mit meinem Wochenkalender verbinden? Jeder Hauskreis hat ein bestimmtes Profil und einen festen Wochentag, an dem er stattfindet. Dazu haben wir die Hauskreise bei uns einmal befragt und die Rückmeldungen für Sie als Einladung zusammen gestellt. Denn wir freuen uns, wenn Sie in einem der Hauskreise Freunde und gute Gesprächspartner finden!

Die Hauskreise im Überblick

Außerdem ...

»Der Hauskreis« dienstags, 14-tägig, Kontakt: Magdalene Steidinger (07403-474)

Willkommen in der Gemeinde

Hauskreise werden manchmal verdächtigt, in Konkurrenz zur Gemeindearbeit zu stehen. Die Erfahrung zeigt aber, dass häufig das Gegenteil der Fall ist. Wo es eine lebendige Hauskreisarbeit gibt, belebt das meistens auch das Leben einer Gemeinde insgesamt. Hauskreise, die sich nicht als Rückzug ins Private oder als Sammelbecken besonders eifriger Christen verstehen, wirkten und wirken als eine Art Keimzelle in ihre Gemeinden hinein. Hauskreise sind in biblischem Sinne kein Gottesdienst- oder Gemeindeersatz. Gott nennt Christen seine „Kinder“ - damit sind sie untereinander Geschwister (Joh 1,12-13). Freunde kann man sich bekanntlich aussuchen, aber Familie nicht. Da muss man offen gesprochen manchmal tapfer sein. Denn Gemeinde ist Familie, sogar Großfamilie. Aber von ihr heißt es, dass Christus seine Gemeinde geliebt hat (Epheser 5,25) und er liebt sie noch heute. Dass es sie gibt und dass ich darin meinen Platz einnehme, hat eine große Bedeutung für die Welt. Und sie wird bestehen, bis Jesus sichtbar wiederkommt. Diese von Gott her zugedachte Rolle kann sie nur spielen, wenn die Familie sich regelmäßig trifft. Der Platz dafür ist der Sonntagsgottesdienst - auch der Kindergottesdienst. Da können wir uns untereinander ermutigen und von Gott senden und segnen lassen. Gegen die postmoderne Privatisierung des Glaubens hält die Bibel fest: „Lasst uns nicht unsere Versammlungen verlassen … sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“ (Hebr 10,25).